Der Unterschied zur Sauna
In der Sauna ist die heiße Luft das Medium. In der Infrarotkabine sind es Strahler, deren Wärmestrahlung auf Haut und oberflächennahes Gewebe trifft. Die Luft im Raum wird dabei nur mitgewärmt.
Praktisch heißt das: die Kabine ist schneller einsatzbereit, die Lufttemperatur ist niedriger, und die Wärme wirkt vor allem dort, wo die Strahlung hinfällt. Der Abstand zwischen Strahler und Sitzfläche ist deshalb ein Ausstattungsmerkmal, kein Zufall der Bauform.
Flächenstrahler und Vollspektrumstrahler
Flächenstrahler geben ihre Wärme über eine große Fläche mit vergleichsweise niedriger Oberflächentemperatur ab. Der Anteil langwelliger Infrarotstrahlung ist hoch, die Erwärmung verteilt sich gleichmäßiger und beginnt langsamer.
Vollspektrumstrahler decken zusätzlich kürzere Wellenlängen ab. Sie erreichen eine höhere Strahlungsintensität, wirken punktueller und sind schneller spürbar. Viele Geräte lassen die Leistung regeln.
Welcher Typ verbaut ist, steht im Datenblatt. Beides sind gängige Bauarten, und keiner der beiden ist grundsätzlich der bessere; sie verhalten sich unterschiedlich.
Anschluss und Raum
Die meisten Infrarotkabinen für den Hausgebrauch werden an einer üblichen 230-Volt-Steckdose betrieben, weil die aufgenommene Leistung deutlich unter der eines Saunaofens liegt. Das ist der Grund, aus dem sie sich oft in Räume stellen lassen, in denen eine Sauna am Anschluss scheitert.
Zu prüfen bleiben Aufstellfläche, Deckenhöhe, Abstand zu Wänden und die Frage, ob die vorgesehene Steckdose den Dauerbetrieb der angegebenen Leistung trägt.
Worauf es beim Vergleich ankommt
Nachprüfbar sind: Strahlertyp und Zahl der Strahler, aufgenommene Leistung in Watt, Aufheizzeit, Regelbarkeit, Innenmaße und Sitzabstand, Holzart und Verarbeitung sowie die Anschlussart.
Aussagen über gesundheitliche Wirkungen gehören nicht in diesen Vergleich. Werbeversprechen zu Entgiftung, Fettabbau oder Krankheitslinderung sind kein technisches Merkmal, und wir prüfen sie hier nicht nach.
