Die kurze Antwort
Für Bänke und alles, was die Haut berührt, sind Hölzer mit niedriger Wärmeleitfähigkeit und ohne Harzaustritt üblich, allen voran Espe. Für Wände und Konstruktion kommen häufiger Nadelhölzer zum Einsatz.
Die drei gängigen Hölzer
Espe. Helles, astarmes Laubholz mit niedriger Wärmeleitfähigkeit und ohne Harz. Deshalb der Standard für Bänke, Rückenlehnen und Griffe: die Oberfläche bleibt vergleichsweise kühl, und es tritt nichts aus, was auf der Haut unangenehm wäre.
Fichte. Verbreitetes Nadelholz für Wandelemente. Günstig, gut verfügbar, maßhaltig genug für den Kabinenbau. Sie enthält Harz, was für Wandflächen unproblematisch ist, für Sitzflächen aber gegen sie spricht.
Zeder. Nadelholz mit charakteristischem Geruch und guter Witterungsbeständigkeit. Wird für Wände und im Außenbereich verwendet. Der Eigengeruch ist ein Merkmal, das manche schätzen und manche nicht; das ist Geschmackssache und kein Qualitätsargument.
Was die Angaben bedeuten
Die Wandstärke in Millimetern ist bei Massivholzkabinen eine tragende Angabe und beeinflusst Wärmeverhalten und Gewicht. Bei Elementkabinen sagt sie weniger aus, weil dort die Dämmschicht zwischen den Verkleidungen liegt.
Astarm oder astfrei bezieht sich auf die Sortierung. Für sichtbare Bankflächen ist das relevant, weil Äste anders auf Wärme reagieren als das umliegende Holz.
Eine Behandlung der Innenflächen mit Lack oder Öl ist im Saunabereich unüblich. Was auf welcher Fläche zulässig ist, steht in der Anleitung des Herstellers.
Wo die Redaktion aufhört
Welche Holzart in einer konkreten Kabine verbaut ist und in welcher Sortierung, steht im Datenblatt des Geräts. Eine Aussage darüber, welche Ausführung für Ihren Aufstellort die richtige ist, setzt Kenntnis von Raum, Nutzung und Budget voraus, die dieser Text nicht hat.
Mehr zu Bauarten und Anschluss steht auf der Seite zur Sauna.
