Infrarotkabine oder Sauna: die Unterschiede

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Die Sauna erwärmt die Luft, die Infrarotkabine bestrahlt die Haut. Aus diesem einen Unterschied folgen fast alle anderen: Temperatur, Aufheizzeit, Anschluss und Platzbedarf.

Zwei Holzkabinen nebeneinander in einem Raum, links eine Saunatür, rechts ein Infrarotstrahler

Die kurze Antwort

Beide Geräte erzeugen Wärme, aber auf verschiedenen Wegen. In der Sauna ist die Luft das Medium und die Lufttemperatur die Zielgröße. In der Infrarotkabine ist die Strahlung das Medium; die Lufttemperatur bleibt niedriger, obwohl die Wärmewirkung auf der Haut deutlich ist.

Die Unterschiede im Einzelnen

Temperatur. Sauna etwa 80 bis 100 Grad Lufttemperatur, Infrarotkabine etwa 45 bis 60 Grad.

Aufheizzeit. Ein Saunaofen braucht in der Regel eine halbe Stunde und mehr, bis die Kabine auf Temperatur ist. Eine Infrarotkabine ist meist nach wenigen Minuten einsatzbereit, weil nicht die Luftmasse, sondern die Strahler hochgefahren werden.

Anschluss. Saunaöfen ab etwa 3,6 Kilowatt laufen üblicherweise über einen 400-Volt-Anschluss. Die meisten Infrarotkabinen für den Hausgebrauch kommen mit 230 Volt aus. Das ist häufig das Kriterium, das die Entscheidung faktisch vorwegnimmt.

Aufguss. Nur in der Sauna. Er setzt Steine auf einem Ofen voraus und ist in einer Infrarotkabine bauartbedingt nicht vorgesehen.

Nutzungsdauer. Saunagänge sind kurz und werden mit Abkühlphasen abgewechselt. Infrarotanwendungen dauern länger am Stück.

Was der Vergleich nicht entscheidet

Welche Variante gesundheitlich in Betracht kommt, hängt von Vorerkrankungen, Medikamenten und individueller Belastbarkeit ab. Die niedrigere Lufttemperatur einer Infrarotkabine bedeutet nicht automatisch, dass die Anwendung für jede Person unbedenklich ist. Diese Frage klärt eine Ärztin oder ein Arzt.

Auch die Frage nach Wirkung auf bestimmte Beschwerden bleibt hier offen. Wir prüfen keine Gesundheitsversprechen nach und geben keine wieder.

Mehr zur Technik steht auf den Seiten zur Sauna und zur Infrarotkabine.

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